Donnerstag, 3. April 2014

Problem-Ecken

Ich habe zwei "Problem-Ecken" im Garten... Oder hatte, da eine Problem-Ecke bereits nach allen Regeln der Kunst behandelt wurde und die zweite so eine Behandlung gerade genießen darf.
Zum "Problem" sind sie geworden, weil sie stark von Aegopodium podagraria (auch wenn auf latein das Zeug besser klingt, ist es trotzdem nur der ungeliebte Giersch) bewachsen sind. 
Wir haben einen alten Schrebergarten, den wir vor einigen Jahren übernommen haben und den wir (aufbauend auf dem "Bestand" ;) ) nach unseren Vorstellungen umgestalten. In so einem alten Garten sind natürlich viele eingewachsene Pflanzen vorhanden. Wenn sie aber mit den Wurzeln von Giersch umschlingen sind, macht mir das wenig Spaß.
Wer einmal mit diesem Zeug Bekanntschaft gemacht hat, weisst wie langwierig der Kampf sein kann. Deswegen habe ich mich für eine einfachere und kräfteschonende Variante entschieden: Gartenvließ ausbreiten und mit Mulch 5 cm dick abdecken. Über diese Varainte habe ich in einem Forum gelesen. Und nach dem ich in einem der Blogs gesehen habe, dass auf diese Weise sogar Sitzplätze angelegt werden, habe ich mich dafür entschieden.
 Die Problem-Ecke auf den Fotos ist wirklich eine Ecke, die von einer Seite an einen schmalen "Gemeinschaftsweg" und von der anderen an den benachbarten Garten angrenzt. Man sieht auf dem dritten Foto ein  Stückchen vom Nachbarsgarten. Die Grenze zwischen unseren Gärten ist nur durch ein Brett markiert.
 Vom Vorbesitzer sind noch die Betongrenzsteine geblieben, die das Beet einfassen. Diese möchte ich erstmal so lange stehen lassen, bis der Giersch unter dem Vließ erstickt ist. Danach kommen sie weg und das Beet wird umgestaltet.
Fast alle Pflanzen, bis auf die Weigelie, mussten weichen, weil die Wurzeln mit dem Giersch zusammengewachsen sind. Die meisten konnte ich aber teilen und von den Giersch-Wurzeln befreien. Sie sind jetzt an den anderen stellen "zwischengeparkt".
Damit dieser Bereich nicht so nackt aussieht, habe ich es gewagt, in die Löcher im Vließ einige Rosen zu pflanzen. Und so sah es fertig aus:
 Nach einem bis zwei Jahren kommt der Vließ weg und der Giersch hoffentlich auch :). Vielleicht schneide ich noch mehr Löcher im Vließ und pflanze noch mehr neue Stauden. Zuerst möchte ich aber beobachten, ob der Giersch an den Stellen, wo ich Rosen gepflanzt habe, nicht zu aggressiv wird.
Diesen Versuch habe ich Anfang März gestartet, seitdem ist erstmal Ruhe. Beflügelt vom Ergebnis haben wir uns an die zweite Problem-Ecke oder besser Problem-Platz getraut. Das ist eine Stelle unter der großen Kirsche, wo vor mindestens 10 Jahren ein Beet angelegt wurde. Leider ist es so mit Giersch bewachsen, dass ich Jäten aufgegeben habe.
Also... Steine aufnehmen, alles umgraben, grob Giersch-Wurzeln entfernen (es war ein Teppich, obwohl auf dem Foto nicht sichtbar... Der Giersch beginnt erst jetzt zu treiben). Mit dem größten Teil sind wir schon fertig. Ich muss mich nur entscheiden, was mit der "Tanne" mitten im Beet passiert. Ob sie an der anderen Stelle anwächst?... Hmm... Da wo sie jetzt wächst, stört sie. Hier ist nähmlich ein Platz für unsere neuen Liegen geplant (Vorfreude!!!!!!!!). Im Schatten, unter der Kirsche... Ach...












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